Präventionsreisen – Was ist das und wie erhält man einen Zuschuss von der Krankenkasse?

Prävention ist in den letzten Jahren zum zentralen Begriff in der Gesundheitsbranche avanciert. Aufgrund der innigen politischen Debatten um die Gesundheitsreform und dem stetigen Druck im alltäglichen Berufs- und Familienleben ist das Gesundheitsbewusstsein der Menschen stark gestiegen. Jeder einzelne achtet mehr auf sein Wohlbefinden und versucht aktiv, einen Ausgleich zu Stress und Anspannung zu finden und sich ab und zu eine Auszeit zu gönnen, um Krankheiten aktiv vorzubeugen. Deswegen werden auch immer mehr Präventionsreisen angeboten.

Erholungsreise Präventionsreise

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Unter Präventionsreisen sind Reiseangebote zu verstehen, die der Vorbeugung von Erkrankungen dienen und mit gezielten Maßnahmen die Gesundheit erhalten und verbessern sollen. Die Kursinhalte so einer Reise umfassen die Bereiche Ernährung, Entspannung und Bewegung. Die Kursteilnehmer erlernen die Grundlagen einer ausgewogenen gesunden Ernährung, entdecken verschiedene Meditations- und Entspannungstechniken und lernen, Bewegung und sportliche Aktivitäten in ihren Alltag zu integrieren, um ihren Körper fit zu halten. Präventionsangebote dieser Arten richtigen sich an Menschen, die freiwillig ihre Gesundheit fördern und Krankheiten vorbeugen wollen. Deswegen ist für präventive Reisen im Gegensatz zu Kuren keine Überweisung und kein Krankenschein notwendig.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Krankenkassen unterstützen ihre Versicherten bei gesundheitsfördernden Maßnahmen, einige Kassen bieten sogar selbst Präventionskurse- und -reisen an, um die Gesundheit ihrer Versicherten zu fördern und langfristig zu erhalten. Denn die Krankenkassen haben erkannt, dass es auf die Dauer sinnvoller und preiswerter ist, der Krankheitsentstehung vorzubeugen, als bestehende Krankheiten nachträglich behandeln zu lassen.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen pro Person und Jahr bis zu 80 Prozent der Kosten für eine Präventionsreise, das sind in etwa 75 Euro. Werden beim gebuchten Kursprogramm zwei Themenkomplexe abgedeckt, beispielsweise Bewegung und Ernährung, kann sich der Zuschuss auf bis zu 150 Euro erhöhen. Bezuschusst wird nur der Kurs selbst, alle finanziellen Aufwendungen für Anreise, Unterkunft und Verpflegung muss der Urlauber aus eigener Tasche bezahlen.

Voraussetzung für die Kostenbeteiligung ist, dass das angebotene Kursprogramm der Entstehung von Krankheiten aktiv vorbeugt. Zudem muss die Reise folgende gesetzlich vorgeschriebene Standards erfüllen: die einzelnen Kurse und Programme dürfen nur von ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden, entsprechende Qualifikationsnachweise sind der Krankenkasse vorzulegen. Der Reisende selbst muss aktiv mitwirken und an mindestens 80 Prozent des Seminarangebots teilnehmen, um einen Zuschuss zu erhalten.