Ostsee-Urlaub: Ferien in Boltenhagen

Der Sommer in Deutschland war dieses Jahr wirklich herrlich. Wochenlange Wärme, ab und an ein paar erfrischende Gewitter und blauer Himmel im Überfluss. Und wo lässt sich das Wetter besser genießen als an der Ostsee?

Wie ich an die Ostsee kam

Die Deutschen verbringen ihren Sommerurlaub, wenn sie in der Republik bleiben, am liebsten an der Ostsee. Na gut, die Nordsee ist auch recht beliebt, aber ich hätte persönlich nicht immer Lust, dem Wasser bei Ebbe nachzulaufen. Und so wie mir geht es da wohl vielen. Meine Mädels und ich schwitzten also im Stadtpark, träumten von den kühlen Wellen der Ostsee, als meine Freundin mit guten Nachrichten zu uns eilte: Das Ferienhaus ist frei! Die Antwort darauf waren erst einmal skeptische, fragende Gesichter – doch die Geschichte sollte sich schnell aufklären.

Die Familie meiner Freundin hat ein Ferienhaus in Boltenhagen. Besagtes Domizil bietet Platz für sechs Personen und ist knapp 100 Meter vom Ostseestrand entfernt. Eben jenes Ferienhaus vermietet der Vater meiner Freundin im Sommer privat und das so erfolgreich, dass sich in den warmen Monaten ein Urlauber nach dem nächsten dort tummelt.

Nun könnt ihr euch sicherlich denken, wieso wir, nach der Erklärung der Umstände, auf den Satz „Das Ferienhaus ist frei!“ mit großem Jubel reagierten. Eine Familie musste ihren Urlaub absagen und nun war das hübsche Feriendomizil in Boltenhagen eine ganze Woche frei. Also: Den Koffer packen, Auto beladen, GPS einstellen und los ging die Reise an die Ostsee für mich und drei meiner Mädels.

Boltenhagen: eher verschlafen?

Ich bin ehrlich: Über Boltenhagen hatte ich bisher nicht so viel gehört. Während der Fahrt hatten wir daher unsere Smartphones rausgekramt und ein wenig im Internet geforscht. Boltenhagen sei ein anerkanntes Seeheilbad, die Stadt hat gerade mal 2400 Einwohner, einen hübschen Sandstrand, altehrwürdige Häuser, einen Kurpark und bietet auch sonst viel Entspannung. Eins war uns damit schon vor dem Erreichen der Stadt klar: Die Partyoutfits hatten wir ganz umsonst mitgenommen. Ein wenig war ich dann doch besorgt, dass es uns langweilig werden würde. Wie sich aber rausstellte, war das vollkommen grundlos.

Als wir Boltenhagen erreichten, staunten wir nicht schlecht. Viele grüne Wiesen umgaben die städtische Idylle. Unser Ferienhaus lag in einem Komplex mit einigen anderen und bot einen Balkon mit einem Ausblick auf einen kleinen See im Garten. Der kurze Fußmarsch zum Ostseeufer war gesäumt mit niedlichen Häuschen, Cafés, urigen Läden, einem Park und einer alten Kirche. Der Strand war gut besucht, aber nicht zu voll. Nach einer stundenlangen Autofahrt grub ich dann auch aufseufzend meine nackten Zehen in den warmen Sand. Herrlich! Wo wir wieder bei der Langeweile wären: Kann man in Boltenhagen denn auch was anderes machen als am Strand sein und schwimmen gehen?

Drei Mädchen am Strand

© Jupiterimages/Brand X Pictures/Thinkstock

Ballermann war gestern. Boltenhagen muss es sein!

Jein. Viel Abendprogramm bietet das Städtchen wirklich nicht. Mir war das aber ganz recht. Wir haben uns an einigen Abenden einfach eine Flasche Wein gekauft, eine Decke geschnappt und sind mit Kerzen zum Strand gezogen. Dort haben wir dann den Sonnenuntergang beobachtet und so tiefgreifend geredet wie schon lang nicht mehr. Im Ferienhaus haben wir uns über einen fangfrischen Fisch hergemacht und ihn (dank Internet) auch lecker zubereitet bekommen. Wir sind mit Tandemrädern an der Promenade entlang geradelt, haben Fotoshootings in der grünen Umgebung gemacht und Volleyball am Strand gespielt. Ja, wir haben uns sogar dazu hinreißen lassen, mit zwei kleinen Jungs einen Wettstreit im Sandburgenbauen abzuhalten, und sind kläglich gescheitert; und ich muss sagen, dass das wohl der schönste Urlaub war, den ich dieses Jahr hatte.

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