Pannen während der Urlaubsfahrt vermeiden

Oftmals werden Autos nicht jeden Tag bewegt, insbesondere dann, wenn ein Auto überwiegend in der Stadt und somit nur auf kurzen Strecken genutzt wird. Kurze Fahrten stellen für die Kfz-Technik und insbesondere den Motor einschließlich des Kühlsystems keine große Belastung dar.

Ungewöhnlich lange Fahrten in den Winter- oder Sommerurlaub

Erst längere Fahrten werden zur Belastungsprobe, so wie zum Beispiel Urlaubsfahrten. Vor allem wenn im Hochsommer Urlaubsfahrten anstehen, wird das Fahrzeug einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt. Auf der Autobahn werden höhere Geschwindigkeiten gefahren und gleichzeitig kommt es zur Dauerbelastung des Motors. In Verbindung mit hohen Außentemperaturen kommt es in einigen Fällen zu Motorschäden und Reifenpannen. Bei Fahrten in den Winterurlaub können diese Fälle ebenfalls eintreten, denn nicht jedes Fahrzeug ist niedrigen Temperaturen im Rahmen einer Dauerbelastung dauerhaft zuverlässig.

Der Zeitpunkt für einen Defekt kann in der Regel nicht beeinflusst werden. Wer während der Fahrt in den Urlaub in eine Panne verwickelt wird, hat gleich doppelten Ärger. Zwar muss der Urlaub nicht zwingend frühzeitig abgebrochen werden, jedoch kostet die Behebung des Defekts unter Umständen Zeit und führt zu einer zeitlichen Verzögerung. Zudem können die Kosten für die Reparaturen die Urlaubskasse stark belasten.

Vor der Reise: Fahrzeugcheck durchführen

In Anbetracht dieses Risikos sind Fahrzeugbesitzer gut damit beraten, entsprechend vorzusorgen. In erster Linie bedeutet dies, das Fahrzeug einem Check zu unterziehen. Im Grunde klingt es logisch, doch in der Praxis wird selten auf diese Art und Weise verfahren. Ersichtlich wird dies an den Einsätzen der Pannendienste und Automobilclubs, wie zum Beispiel einer Pannenstatistik aus dem Jahr 2011 des ADAC. Zu Beginn der Sommerferien sind die Pannenhelfer besonders oft im Einsatz.

Es ist nicht schwierig, einen Fahrzeugcheck durchzuführen. Im Rahmen einer Fahrzeuguntersuchung sollte vor allem geprüft werden, wie es um die Flüssigkeiten im Fahrzeug bestellt ist. Fahrzeugbesitzer müssen sicherstellen, ob ausreichend Kühlmittel im Kreislauf vorhanden ist, wie es um den Ölstand steht und ob bei der Bremsflüssigkeit die vorgeschriebene Menge aufweist.

Dennoch sind die Möglichkeiten des Fahrzeugbesitzers beschränkt, besonders wenn dieser kein Experte für Kfz-Technik ist. Daher ist es am besten, wenn man den Fahrzeug-Check in einer Kfz-Werkstatt durchführen lässt. Hiervor schrecken zahlreiche Personen wegen der Kosten zurück, doch letztendlich ist der Weg zur Werkstatt eine vernünftige Entscheidung. Sofern keine Defekte oder Gefahrenquellen gefunden werden, bleiben die Kosten überschaubar. Wird ein geringfügiger Mangel festgestellt und eine Reparatur wird erforderlich, sollte dies mit überschaubaren Kosten verbunden sein. Es können Kosten entstehen, doch letztlich sind diese akzeptabler, als unterwegs mit dem Auto eine Panne zu erfahren. Außerdem käme eine spätere Reparatur deutlich kostspieliger.

Die richtige Werkstatt für den Urlaubscheck

Der Besuch einer Werkstatt muss nicht teuer sein. Es kommt stets darauf an, für welche Kfz-Werkstatt man sich entscheidet. Niemand muss zwingend eine kostenintensive Vertragswerkstatt aufsuchen. Wird der Urlaubs-Check in einer freien Werkstatt durchgeführt, liegen die Kosten meist deutlich niedriger.

Allerdings können die Preise der freien Werkstätten zum Teil stark schwanken. Deswegen ist es sinnvoll, dass im Vorfeld die Preise der einzelnen Werkstätten vergleichen werden. Am besten macht man dies online. Mittlerweile ist es problemlos möglich, im Internet zu ermitteln, welche Werkstattbetriebe sich in der Nähe befinden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Preise für bestimmte Dienstleistungen direkt im Web zu ermitteln und zu vergleichen. Autoscout24.de bietet unter anderem die Möglichkeit Werkstätten online zu vergleichen und anfallende Kosten im Vorfeld abzuschätzen. Sofern man sich anschließend für eine preiswerte Werkstatt entscheidet, bleiben die Kosten überschaubar.

Für den Notfall: Wichtige Rufnummern parat haben

Selbstverständlich kann es trotz Urlaubs-Check passieren, dass man mit seinem Fahrzeug während der Urlaubsfahrt auf der Strecke liegen bleibt. Für diesen Fall sollte man vorbereitet sein. Zumindest ist es von Vorteil, wenn die erforderlichen Rufnummern zur Hand sind. Mitglieder eines Automobilclubs notieren sich die entsprechende Nummer, dasselbe sollten auch diejenigen machen, die über einen Schutzbrief mit entsprechenden Leistungen verfügen. Außerdem ist es wichtig, Warndreieck, Warnwesten sowie auch ausreichend Verpflegung und gegebenenfalls sogar Notfalldecken mit an Bord zu haben, damit auch längere Wartezeiten problemlos durchgestanden werden.

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