Tanabata: Japan feiert Sternenfest!

Bunte Straßen, alte Bräuche: Wenn sich die Sterne Wega und Altair im Sommer treffen, feiert Japan das fröhliche Tanabata. Das Sternenfest findet, je nach Region, am 7. Juli oder 7. August statt und zelebriert das jährliche Treffen eines alten, himmlischen Liebespaares. Tradition und Kultur pur!

Tanabata Sternenfest

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Die Sage von Orihime und Hikoboshi

Die fleißige Weberin Orihime, Tochter des Himmelskönigs Tentei, entwarf ihrem Vater die prächtigsten Kleider aus den schönsten Stoffen. Durch die viele Arbeit hatte sie aber leider keine Zeit einen Liebsten zu finden, was sie sehr unglücklich machte. Ihr Vater suchte daraufhin einen Mann für sie und arrangierte ein Treffen mit dem Kuhhirten Hikoboshi. Die beiden verliebten sich auf Anhieb, allerdings mit schwerwiegenden Folgen: Durch ihre Liebe vernachlässigten sie ihre Pflichten, die Kühe des Hirten starben, der Himmelskönig bekam keine neuen Kleider mehr. Erzürnt versetzte er Hikoboshi zurück auf die andere Seite des großen himmlischen Flusses – die Milchstraße, die das Liebespaar von nun an trennte. Das machte Orihime natürlich sehr traurig, daher erlaubte der Vater den beiden, sich einmal im Jahr zu sehen. Dieses Wiedersehen wird an Tanabata gefeiert.

So steht es zumindest in der chinesischen Überlieferung, welche die Grundlage für das Sternenfest in Japan ist. Den astronomischen Hintergrund bildet das jährliche Treffen der beiden Sterne Altair und Wega, die als Symbol für die Vereinigung des Liebespaares stehen. Tanabata wird, nach dem traditionellen Mondkalender, am siebenten Tag des siebenten Monats gefeiert, was heute dem August entsprechen würde. Als der Gregorianische Kalender im Jahr 1873 in Japan eingeführt wurde, verlegte man den Zeitpunkt des Festes  einfach auf den 7. Juli. Daher wird Tanabata in den verschiedenen Regionen auch zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert, denn in manchen Gegenden findet das Sternenfest noch immer traditionell Anfang August statt.

Bräuche zum Sternenfest

Tanabata Mochi Reiskuchen

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Tanz, Musik, Paraden – Tanabata ist ein besonders fröhliches Fest. Die Städte werden mit Bambuspflanzen, unzähligen bunten Laternen und gefalteten Figuren aus Papier geschmückt, besonders häufig findet man natürlich Abbilder der beiden Wiedervereinten, Orihime und Hikoboshi. Viel wichtiger ist aber ein anderer Brauch: Die Menschen schreiben ihre sehnlichsten Wünsche auf bunte Papierstreifen und hängen sie, am Abend vor dem Siebenten, an die frisch aufgestellten Bambusgräser – in der Hoffnung dass sich die Wünsche erfüllen werden.Die Feierlichkeiten werden oft von großen Umzügen auf den bunten Straßen begleitet.

Es wird getanzt und gesungen, viele Japanerinnen und Japaner verkleiden sich auch mit traditionellen Kostümen. Die typisch japanischen Reiskuchen, Mochi, gibt es an diesem Tag auch nach einem speziellen Rezept.

Sendai – Hochburg des Tanabata

Wer das bunte Treiben einmal selbst erleben möchte, sollte während der Japan Reise einen Abstecher in die Küstenstadt Sendai machen. Dort findet, mit über zwei Millionen Besuchern, das jährlich größte Tanabata Festival statt. Die Festlichkeiten ziehen sich über mehrere Tage und werden am Abend des 5. August mit einem großen Feuerwerk begonnen. Das eigentliche Sternenfest wird dann vom 6. bis 8. August gefeiert, die Millionenstadt wird bunt geschmückt und auf den Straßen finden viele Umzüge und Paraden statt. Auch die Städte Shizuoka und Hiratsuka sind für ihre ausschweifenden Sternenfeste bekannt, doch auch im Rest des Landes wird gefeiert, wenn sich Orihime und Hikoboshi endlich wiedersehen dürfen.

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